Was kostet eine App wirklich? Die ehrliche Antwort
Was eine App kostet, hängt an sechs Dingen. Wir zeigen dir, welche das sind, wo die Fallen liegen und wie du zu einer belastbaren Zahl kommst.
ki modifiedDie kurze Antwort lautet: Das kann dir seriös niemand sagen, bevor er weiß, was die App tun soll. Die lange Antwort ist nützlicher, weil sie dir zeigt, woran es hängt. Dann kannst du selbst abschätzen, in welchem Bereich du landest.
Warum jede Zahl im Internet falsch ist
„App“ ist kein Produkt, sondern eine Verpackung. Eine App, die deinen Kunden Öffnungszeiten und einen Anrufknopf zeigt, ist etwas völlig anderes als eine, in der sich Nutzer anmelden, bezahlen und ihre Daten auch offline sehen. Zwischen diesen beiden liegt der Faktor zehn.
Wer dir ohne Gespräch einen Preis nennt, rät. Und wer niedrig rät, korrigiert später nach oben.
ki modifiedDie sechs Dinge, die den Preis machen
Nicht das sichtbare Design allein verursacht Aufwand. Es sind sechs Fragen, die den Rahmen bestimmen, und die kannst du für dein Vorhaben selbst durchgehen.
- Benutzerkonten. Sobald sich jemand anmelden können muss, kommen Registrierung, Passwort vergessen, Rechteverwaltung und Datenschutz dazu. Das ist der größte einzelne Sprung.
- Bezahlung in der App. Apple und Google wollen bei digitalen Käufen mitverdienen und schreiben vor, wie das abzulaufen hat. Das ist Arbeit und es hat Auswirkungen auf dein Geschäftsmodell.
- Offline arbeiten. Die App soll auch ohne Netz funktionieren und später abgleichen? Das klingt nach einem Detail und ist eine eigene Baustelle.
- Anbindung an bestehende Systeme. Warenwirtschaft, Buchhaltung, CRM. Wie gut das geht, hängt daran, wie offen dein bestehendes System ist. Das ist der Punkt mit der größten Unsicherheit.
- Gerätefunktionen. Kamera, Karte, Standort, Push-Nachrichten. Jede einzeln überschaubar, in Summe spürbar.
- Wie fertig es aussehen muss. Eine App für zwölf Monteure darf nüchtern sein. Eine App, die im Store gegen Konkurrenz besteht, braucht Gestaltung.
Der Fehler, der am meisten kostet
Fast jeder, der zum ersten Mal eine App bauen lässt, schreibt alles auf, was sie können soll. Dann wird alles gebaut, es dauert neun Monate, und beim Start stellt sich heraus: Die Hälfte der Funktionen benutzt niemand, und die eine, die wirklich gebraucht wird, fehlt.
Das passiert nicht, weil jemand schlecht geplant hat. Es passiert, weil man vorher nicht wissen kann, wie Menschen eine App benutzen.
ki modifiedDeshalb: klein anfangen
Wir bauen fast immer zuerst eine erste Version mit genau den Funktionen, die den Kern ausmachen. Vier bis acht Wochen, dann ist sie bei echten Nutzern. Was danach gebaut wird, entscheiden die Nutzer und nicht das Konzeptpapier.
Das spart nicht nur Geld, es spart die falsche Richtung. Genau so ist fahrtenbuch.at entstanden: erst das, was am meisten weh tut, der Rest kam danach.
Eine App statt zwei
Früher baute man eine App für iPhone und eine für Android, also zweimal dasselbe. Wir bauen aus einer Codebasis für iPhone, Android und als Web-App im Browser. Das spart bei der ersten Version einen erheblichen Teil und danach bei jeder Änderung noch einmal, weil sie nur einmal gemacht werden muss.
Es gibt Fälle, in denen das nicht reicht, etwa bei sehr aufwendiger Grafik. Wir sagen dir vorher, ob deiner dazugehört.
Was nach dem Start dazukommt
Eine App ist nicht fertig, wenn sie im Store ist. Es kommen laufende Kosten dazu, und die vergisst fast jeder in der ersten Rechnung.
- Apple verlangt aktuell 99 Euro im Jahr, Google einmalig 25 Euro
- Server und Datenbank, je nach Nutzerzahl
- Anpassungen, wenn Apple oder Google ihre Regeln ändern, und das tun sie jedes Jahr
- Weiterentwicklung, denn eine App, die zwei Jahre stillsteht, wirkt tot
Wie du zu einer belastbaren Zahl kommst
Ein Gespräch von etwa einer Stunde. Wir gehen durch, wer die App benutzt, was sie können muss und woran sie hängt. Danach bekommst du einen Rahmen. Nach dem Konzept einen Festpreis.
Was wir nicht machen: eine Zahl in den Raum stellen, damit der Auftrag zustande kommt, und später nachfordern. Lieber sagen wir dir im Erstgespräch, dass dein Vorhaben teurer wird, als du gedacht hast.
Manchmal ist die ehrlichste Antwort auch, dass du gar keine App brauchst. Vieles, wofür Leute eine App wollen, läuft als Website auf dem Handy genauso gut und kostet einen Bruchteil.
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